Tradition seit 1825
Geschichte der Apotheke zum heiligen Leopold
Unmittelbar neben der Kirche am Holzplatz in Neunkirchen steht eines der älteren Häuser der Stadt. In den Räumen der heutigen Rezeptur und des Labors befand sich früher laut Überlieferung ein Beinhaus. Bevor hier eine öffentliche Apotheke entstand, war in diesem Gebäude ein Kaffeehaus etabliert. Heute sind wir Ihr kompetenter Partner rund um Gesundheit, Vorsorge und Wohlbefinden. Wir bieten geprüfte Produkte, individuelle Rezepturen, fachkundige Beratung und Impfungen, alles unter einem Dach und mit persönlicher Betreuung.
Als Apotheke zum heiligen Leopold Neunkirchen verbinden wir diese lange Tradition mit zeitgemäßer pharmazeutischer Betreuung. Dabei stehen bei uns persönliche Gespräche, klare Empfehlungen und eine verlässliche Begleitung im Alltag im Vordergrund. So erhalten Sie Unterstützung, die zu Ihrer Situation passt und auf Fachwissen, Erfahrung und Verantwortung basiert.
Gründung bis zur Übergabe in die Familie Wilhelm
1825 richtete Ignaz Gum, geboren am 13.7.1790 in Wildon in der Steiermark, in diesem Haus eine öffentliche Apotheke ein. Im Jahr 1853 verkaufte er die Apotheke an seinen Schwiegersohn Franz Wilhelm, geboren am 31.7.1829 in Krems und gestorben am 31.5.1892 in Neunkirchen. Ab 1887 übernahm der Sohn Ferdinand Wilhelm den Betrieb. Franz Wilhelm und sein Sohn Ferdinand waren in der pharmazeutischen Herstellung sehr aktiv und produzierten zahlreiche Hausspezialitäten. Besonders erwähnt wird Wilhelms’ antirheumatischer und antiarthritischer Blutreinigungstee, der auf diversen Weltausstellungen des auslaufenden 19. Jahrhunderts präsentiert wurde.
Konkurs, Übergänge und eine lange Konzessionszeit
1907 wurde über das Vermögen des Apothekers der Konkurs verhängt. Bei 500 Gläubigern und Forderungen von 300.000 Kronen kam es zwei Jahre später zu einer Ausgleichsrate von 30 Prozent. Danach wurde die Apotheke bis zum Kauf durch Karl Hedenig, geboren in Wien am 9.5.1888 und gestorben am 30.3.1920, durch Zwangsverwalter und Leiter geführt. Nach seinem frühen Tod kauften Mag. Werner Kutschera und Mag. Franz Püschel die Apotheke je zur Hälfte, verkauften sie jedoch bereits 1922 an Mag. Johann Renger. Er blieb über 40 Jahre Konzessionär der Apotheke zum heiligen Leopold.
OHG, nächste Generation und das 200 Jahr Jubiläum
1970 wurde kurz vor dem Tod von Mag. Johann Renger eine OHG mit seinen Töchtern Mag. Susanne Polly und Mag. Helga Linsmayer gebildet, Konzessionärin wurde Mag. Helga Linsmayer. Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand übernahm 1996 ihr Sohn Mag. Dr. Lorenz Linsmayer die Konzession. Im Sommer 2025 feierte die Apotheke ihr 200 Jahr Jubiläum mit einem Charity Flohmarkt antiquarer Apothekengeräte zugunsten des Frauenhauses Neunkirchen.

